Ja. Ich hatte Probleme. Ein Update von grub ver. 1.96(!) unter Kanotix-Testversion bewirkte, daß grub-install einen neuen Bootmanager in den MBR geschrieben wurde, anstatt in die Rootpartition wie vorher - ohne jede Warnung. Und schon gar nicht erfolgte dabei ein Backup- des Original-Bootsektors.
Warum ein Grub-Bug, wie er hier vorliegt, zu einem Desaster in Dual-Boot-Situationen führen kann, war Kano im Chat nicht zu vermitteln. Es blieb bei meiner sehr energische Kritik an der fehlenden Warnung (s.o.).
Linux-Grub installere ich niemals - oder - oder höchstens unfreiwillig, wie hier geschehen - in den MBR.
Der Grund: falls - wie hier offenbar geschehen - mindestens eines kritischen 4 Bytes durch den Grub-Installer überschrieben wird, ändern sich in allen Windows-Installationen alle intern benutzen Laufwerkssignaturen, die unter mounteddevices Laufwerksbuchstaben zugeordnet werden. Diese Veränderung, die nach außen unsichtbar ist, führt regelmäßig zur Unbootbarkeit von einigen oder allen Windows-Installationen auf den Platten. Nichts hat diese Problem dagegen mit den Starteinträgen im Grub-Menu zu tun.
Ich konnte in meinem Falle die beiden vorhandenen Windows-Installationen retten. In einem Falle nur durch einen Zufall. Im anderen Fall, weil ich ein spezielles Backup besaß, was speziell auch mit veränderten Laufwerkssignaturen umzugehen weiß.
Die Antwort des Grub-Entwicklers auf meine Frage war völlig theoretisch. Ich habe den Eindruck, als kümmere die Entwickler der Bug in einer Test-Version von Grub 2.0 (hier 1.96) nicht. Schon gar nicht die im Test-Kanotix verwendete Implementierung.
nohype